Shopify Change Log

Shopify erweitert Multi-Currency Payouts auf Australien und Frankreich

Author

head.png
Felix

Veröffentlicht


Diesen Artikel anhören

Was Shopify geändert hat

Händler in Australien können Auszahlungen inzwischen in insgesamt 13 unterstützten Währungen erhalten.

Dazu gehören

  • AUD
  • CAD
  • CHF
  • DKK
  • EUR
  • GBP
  • HKD
  • JPY
  • NOK
  • NZD
  • SEK
  • SGD
  • USD

Für französische Händler stehen insgesamt 18 Auszahlungswährungen zur Verfügung.

Dazu gehören

  • EUR
  • AUD
  • CAD
  • CHF
  • CZK
  • DKK
  • GBP
  • HKD
  • HUF
  • JPY
  • NOK
  • NZD
  • PLN
  • RON
  • SEK
  • SGD
  • USD
  • ZAR

Welche Bankkonten verwendet werden können, hängt dabei sowohl von der Währung als auch vom Standort des Bankkontos ab.

Was Multi-Currency Payouts eigentlich verändert

Verkaufswährung und Auszahlungswährung werden stärker getrennt

Shopify unterscheidet zwischen der Währung, in der ein Kunde bezahlt, und der Währung, in der Shopify Payments das Geld auf ein Bankkonto auszahlt.

Ohne Multi-Currency Payouts kann ein internationaler Verkauf deshalb eine zusätzliche Umrechnung auslösen.

Mit einem passenden Auszahlungskonto kann dieselbe Währung erhalten bleiben.

Ein französischer Händler könnte beispielsweise USD-Umsätze auf ein USD-Konto auszahlen lassen, anstatt sie automatisch in EUR umzuwandeln.

Damit lässt sich eine unnötige zusätzliche Konvertierung vermeiden.

Das Feature verhindert nicht automatisch alle Gebühren

Das ist eine wichtige Unterscheidung.

Keine Währungsumrechnung bedeutet nicht automatisch keine zusätzlichen Kosten.

Shopify berechnet bei Auszahlungen in einer nicht inländischen Währung eine Multi-Currency-Payout-Gebühr. Die Gebühr richtet sich nach Region und Shopify-Plan.

In der derzeitigen Shopify-Dokumentation liegen die Gebühren für die meisten internationalen Regionen bei 1,5 Prozent im Advanced-Plan und 1 Prozent bei Shopify Plus. Händler sollten die für ihren Shop geltenden Konditionen trotzdem direkt im Shopify Admin überprüfen.

Das bedeutet beispielsweise

Ein Kunde bezahlt 1.000 USD.

Der Händler besitzt ein USD-Auszahlungskonto.

Shopify kann die Auszahlung in USD vornehmen, sodass keine Konvertierung in EUR oder AUD notwendig ist.

Da USD für einen französischen oder australischen Händler jedoch keine inländische Auszahlungswährung ist, kann trotzdem die Multi-Currency-Payout-Gebühr anfallen.

Warum das für internationale Händler interessant ist

Der wichtigste Nutzen entsteht nicht allein dadurch, mehrere Bankkonten zu besitzen.

Relevant wird das Feature, wenn Einnahmen und Ausgaben in derselben Währung miteinander verbunden werden können.

Ein Unternehmen kann beispielsweise

USD einnehmen

→ USD auszahlen lassen

→ US-Lieferanten in USD bezahlen

In diesem Szenario muss nicht zwingend

USD

→ EUR

→ USD

konvertiert werden.

Jede vermiedene unnötige Konvertierung kann Wechselkursrisiken und operative Komplexität reduzieren.

Ob sich das finanziell tatsächlich lohnt, hängt jedoch von Payout-Gebühren, Bankgebühren, Wechselkursen und der Kostenstruktur des Unternehmens ab.

Voraussetzungen

Advanced oder Shopify Plus

Multi-Currency Payouts stehen für berechtigte Händler im Advanced-Plan und bei Shopify Plus zur Verfügung.

Shops auf niedrigeren Plänen erhalten weiterhin ihre normale inländische Auszahlungswährung.

Shopify Payments muss verwendet werden

Die Funktion gehört zu Shopify Payments.

Ein Shop, der ausschließlich einen externen Payment Service Provider nutzt, kann Shopify Multi-Currency Payouts für diese Zahlungen nicht verwenden.

Unterstützte Region erforderlich

Nicht jede Shopify-Payments-Region bietet dieselben Auszahlungswährungen.

Die verfügbaren Währungen hängen vom Standort der Geschäftseinheit ab. Shopify führt dafür eine eigene Liste unterstützter Regionen und Auszahlungswährungen.

Passendes Bankkonto erforderlich

Für jede zusätzliche Auszahlungswährung muss ein geeignetes Bankkonto hinterlegt werden.

Seit einer vorherigen Shopify-Änderung besteht dabei keine pauschale Begrenzung auf acht Währungen mehr. Stattdessen gilt grundsätzlich ein Bankkonto pro unterstützter Auszahlungswährung.

Welche Bankstandorte zulässig sind, unterscheidet sich nach Region.

Unterschiede zwischen Frankreich und Australien

Frankreich

Für französische Shopify-Payments-Konten ist EUR die inländische Auszahlungswährung.

Zusätzliche unterstützte Währungen können unter anderem auf geeignete europäische Konten ausgezahlt werden. Für USD unterstützt Shopify zusätzlich US-Bankkonten.

Europäische Konten benötigen grundsätzlich eine unterstützte IBAN, die Auszahlungen in der gewählten Währung empfangen kann.

Damit kann beispielsweise ein französischer Händler einen erheblichen Teil seiner internationalen Zahlungsstruktur über europäische Multi-Currency-Bankkonten organisieren.

Australien

Für australische Händler bleibt AUD die inländische Auszahlungswährung.

Bestimmte internationale Währungen können auf Konten außerhalb Australiens ausgezahlt werden.

Shopify unterstützt beispielsweise

CAD auf einem kanadischen Konto

EUR auf einem geeigneten Konto in der Eurozone

GBP auf einem britischen Konto

NZD auf einem neuseeländischen Konto

USD auf einem US-amerikanischen Konto

Andere unterstützte Währungen wie CHF, DKK, HKD, JPY, NOK, SEK oder SGD benötigen derzeit ein australisches Bankkonto, das diese Währung empfangen kann.

Diese Unterschiede sollten vor der Einrichtung genau geprüft werden.

So richtet man mehrere Auszahlungswährungen ein

Bestehende Zahlungsstruktur dokumentieren

Bevor zusätzliche Bankkonten hinzugefügt werden, sollte zunächst nachvollziehbar sein, welche Währungen tatsächlich relevant sind.

Eine einfache Auswertung könnte beispielsweise zeigen

EUR 55 Prozent des Umsatzes

USD 25 Prozent

GBP 12 Prozent

CHF 5 Prozent

Sonstige 3 Prozent

Nicht jede technisch unterstützte Währung benötigt automatisch ein eigenes Auszahlungskonto.

Ausgaben pro Währung betrachten

Anschließend sollte geprüft werden, welche Kosten ebenfalls in diesen Währungen entstehen.

Beispiel

Das Unternehmen nimmt monatlich 200.000 USD ein.

Gleichzeitig zahlt es 140.000 USD an Lieferanten, Logistikpartner und Softwareanbieter.

In diesem Fall kann es sinnvoll sein, einen größeren Teil des USD-Umsatzes auch in USD zu halten.

Hat das Unternehmen dagegen praktisch keine USD-Ausgaben, kann die zusätzliche Kontostruktur weniger attraktiv sein.

Bankkonten vorbereiten

Für jede gewünschte Auszahlungswährung wird ein geeignetes Konto benötigt.

Dabei sollte vorab geprüft werden

  • unterstützt die Bank die jeweilige Währung
  • erfüllt das Konto die Shopify-Anforderungen
  • kann das Konto reguläre Shopify-Payments-Auszahlungen empfangen
  • fallen Bankgebühren für Zahlungseingänge an
  • entstehen weitere Kosten bei späteren Währungsumrechnungen

Shopify weist darauf hin, dass nicht jeder Kontotyp geeignet ist. Bestimmte Sparkonten, reine Wire-Transfer-Konten und manche Flex-Currency-Konten werden beispielsweise nicht unterstützt.

Konto in Shopify hinzufügen

Die Verwaltung erfolgt über Shopify Payments.

Je nach Shop und Region können Händler dort zusätzliche Konten für unterstützte Auszahlungswährungen hinterlegen.

Danach werden Zahlungen in der entsprechenden Währung dem jeweiligen Auszahlungskonto zugeordnet.

Kleine Testvolumina verwenden

Bei Enterprise-Setups sollte eine neue Auszahlungsstruktur nicht sofort für große Umsätze aktiviert werden.

Sinnvoll ist zunächst ein kontrollierter Test.

Dabei sollte überprüft werden

  • welche Bestellung welcher Währung zugeordnet wurde
  • welcher Betrag im Shopify Admin erscheint
  • welche Gebühren berechnet wurden
  • welches Bankkonto die Auszahlung erhalten hat
  • welcher Betrag tatsächlich eingegangen ist
  • wie Finance die Auszahlung im ERP verbucht

Erst danach sollte die neue Struktur vollständig in Treasury und Accounting integriert werden.

Multi-Currency Payouts und Shopify Markets

Multi-Currency Payouts sollten nicht mit Shopify Markets verwechselt werden.

Shopify Markets beeinflusst unter anderem, in welchen Währungen Kunden Produkte sehen und bezahlen können.

Multi-Currency Payouts entscheidet dagegen darüber, in welcher Währung das Unternehmen die Shopify-Payments-Einnahmen erhält.

Vereinfacht

Shopify Markets

→ Kundenwährung

Shopify Payments

→ Zahlungsabwicklung

Multi-Currency Payouts

→ Auszahlungswährung

Bankkonto

→ Unternehmensliquidität

Für internationale Händler gehören diese Ebenen zusammen, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben.

Praxisbeispiel für einen französischen D2C-Shop

Ein französischer Händler verkauft in Frankreich, Deutschland, Großbritannien und den USA.

Der Umsatz verteilt sich ungefähr so

EUR 60 Prozent

USD 25 Prozent

GBP 15 Prozent

Das Unternehmen bezahlt gleichzeitig einen US-Logistikpartner in USD und eine britische Agentur in GBP.

Ohne Multi-Currency Payouts könnten Einnahmen zunächst in EUR umgerechnet werden.

Später müsste das Unternehmen wieder USD und GBP kaufen, um Rechnungen zu bezahlen.

Mit separaten Konten könnte ein Teil des Geldflusses stattdessen so aussehen

US-Verkauf

→ Zahlung in USD

→ Shopify Payments

→ USD-Konto

→ US-Logistikpartner

Das Unternehmen reduziert dadurch die Anzahl unnötiger Währungswechsel.

Ob die Struktur günstiger ist, muss jedoch gegen die Multi-Currency-Payout-Gebühr gerechnet werden.

Praxisbeispiel für einen australischen Händler

Ein australischer Händler verkauft stark nach Australien, Neuseeland und in die USA.

Gleichzeitig werden Produkte von einem US-Lieferanten bezogen.

Ein mögliches Setup wäre

AUD-Umsätze

→ AUD-Konto

NZD-Umsätze

→ NZD-Konto

USD-Umsätze

→ USD-Konto

USD-Kosten

→ direkt vom USD-Konto

Damit kann das Unternehmen Einnahmen und Ausgaben nach Währung stärker miteinander verbinden.

Besonders bei größeren Volumina kann Treasury dadurch planbarer werden.

Wann Multi-Currency Payouts sinnvoll sein können

Hoher internationaler Umsatz

Wenn ein signifikanter Anteil des Umsatzes in einer Fremdwährung entsteht, lohnt sich eine genauere Betrachtung.

Bei wenigen hundert Euro monatlichem Fremdwährungsumsatz ist der operative Aufwand häufig größer als der Nutzen.

Bei mehreren hunderttausend Euro pro Monat sieht die Rechnung anders aus.

Wiederkehrende Kosten in derselben Währung

Der stärkste Anwendungsfall entsteht häufig, wenn dieselbe Währung auf beiden Seiten vorkommt.

Zum Beispiel

USD-Umsatz

und

USD-Lieferantenkosten

Dann kann das Unternehmen Einnahmen und Ausgaben in derselben Währung verbinden.

Internationale Teams und Dienstleister

Auch Gehälter, Agenturen, Software oder Logistik können in Fremdwährungen bezahlt werden.

Ein Unternehmen mit regelmäßigen GBP-Kosten kann deshalb auch GBP-Umsätze entsprechend verwenden.

Währungsrisiko soll aktiv gesteuert werden

Größere Händler können bewusst entscheiden, wann Währungen umgetauscht werden.

Das Unternehmen ist dann weniger davon abhängig, dass Shopify jede Zahlung sofort in die inländische Währung konvertiert.

Das bedeutet allerdings auch mehr Verantwortung für Treasury und Finance.

Wann das Setup weniger sinnvoll sein kann

Sehr geringe Fremdwährungsumsätze

Ein zusätzliches Bankkonto verursacht ebenfalls Aufwand.

Bankgebühren, Buchhaltung und Abstimmung können bei kleinen Beträgen den potenziellen Vorteil übersteigen.

Keine Ausgaben in der Fremdwährung

Wenn alle Kosten in EUR entstehen, muss ein USD-Bestand irgendwann wahrscheinlich trotzdem in EUR umgerechnet werden.

Dann verschiebt Multi-Currency Payouts die Währungsumrechnung möglicherweise nur.

Hohe Bankkosten

Nicht nur Shopify erhebt Gebühren.

Auch Banken können Kosten für Fremdwährungskonten, internationale Überweisungen oder Konvertierungen verlangen.

Die Gesamtbetrachtung sollte deshalb immer beide Seiten berücksichtigen.

Wie man entscheidet, ob eine Währung ein eigenes Konto braucht

Eine einfache Entscheidungsregel kann helfen.

Wenn eine Währung

regelmäßig relevanten Umsatz erzeugt

UND

regelmäßig für operative Kosten benötigt wird

UND

das Volumen die zusätzlichen Shopify- und Bankkosten rechtfertigt

dann sollte ein separates Auszahlungskonto geprüft werden.

Nicht sinnvoll ist dagegen die Regel

Shopify unterstützt 18 Währungen, also richten wir 18 Konten ein.

Mehr Konten bedeuten auch mehr Abstimmung, Buchhaltung und Governance.

Die eigentliche Rechnung

Für Finance sollte nicht nur die vermiedene Shopify-Währungsumrechnung betrachtet werden.

Eine sinnvolle Kalkulation berücksichtigt

  • Shopify Multi-Currency-Payout-Gebühr
  • bisherige Währungsumrechnungskosten
  • Spread des bisherigen Zahlungsflusses
  • Bankgebühren
  • Kosten für Fremdwährungskonten
  • spätere FX-Kosten
  • Fremdwährungsausgaben des Unternehmens
  • internen Accounting-Aufwand

Erst aus diesen Faktoren ergibt sich der tatsächliche Vorteil.

Beispielrechnung

Ein französischer Shopify-Plus-Händler erzielt monatlich 500.000 USD Umsatz.

Davon benötigt das Unternehmen 300.000 USD für Lieferanten und Fulfillment.

Ohne eigenes USD-Auszahlungskonto werden die Einnahmen möglicherweise zunächst in EUR umgerechnet.

Später kauft das Unternehmen erneut USD für seine Lieferanten.

Mit Multi-Currency Payouts könnte ein Teil dieser doppelten Währungsbewegung vermieden werden.

Shopify berechnet allerdings nach derzeitiger Dokumentation bei globalen Regionen im Plus-Plan eine Multi-Currency-Payout-Gebühr von 1 Prozent für nicht inländische Auszahlungswährungen.

Bei großen Volumina sollte Finance deshalb konkret vergleichen, welches Setup insgesamt günstiger ist.

Die Funktion ist kein automatischer Kostenoptimierer.

Sie ist ein zusätzliches Treasury-Werkzeug.

Typische Fehler

Keine Gesamtkosten berechnen

Eine vermiedene Währungsumrechnung sieht zunächst attraktiv aus.

Wenn dafür Shopify-Gebühren und hohe Bankkosten entstehen, kann die Gesamtstruktur trotzdem teurer sein.

Zu viele Konten anlegen

Jede zusätzliche Währung erzeugt operative Arbeit.

Mehr Konten bedeuten mehr

  • Abstimmungen
  • Buchungen
  • Cash-Bestände
  • Bankverbindungen
  • Zugriffsrechte
  • Reporting

Die Architektur sollte deshalb möglichst einfach bleiben.

Auszahlung und Umsatz verwechseln

Ein internationaler Shop kann bereits heute in vielen Währungen verkaufen.

Das bedeutet nicht automatisch, dass diese Währungen auch separat ausgezahlt werden.

Verkaufswährung und Auszahlungswährung sind unterschiedliche Ebenen.

Accounting zu spät einbeziehen

Die technische Einrichtung in Shopify ist nur ein Teil des Projekts.

ERP und Buchhaltung müssen anschließend ebenfalls nachvollziehen können, welcher Umsatz in welcher Währung eingegangen und auf welchem Konto ausgezahlt wurde.

Wechselkursrisiko unterschätzen

Fremdwährung auf dem Konto zu behalten reduziert nicht automatisch das Wechselkursrisiko.

Es verschiebt teilweise nur den Zeitpunkt, zu dem dieses Risiko realisiert wird.

Treasury sollte deshalb definieren, wie große Fremdwährungsbestände behandelt werden.

Auswirkungen auf Finance und ERP

Multi-Currency Payouts verändern den Geldfluss hinter Shopify Payments.

Ein vereinfachter Prozess kann so aussehen

Shopify Markets

→ Bestellung in Kundenwährung

→ Shopify Payments

→ Währungsbalance

→ Auszahlungskonto der entsprechenden Währung

→ Bank

→ ERP und Accounting

Je mehr Auszahlungswährungen verwendet werden, desto wichtiger wird eine saubere Abstimmung zwischen Shopify, Bank und ERP.

Bankkonten müssen eindeutig zugeordnet sein

Finance sollte dokumentieren, welches Konto welcher Shopify-Auszahlungswährung entspricht.

Ein eindeutiges Mapping verhindert spätere Fehler bei automatischen Bankimporten.

ERP muss Fremdwährungsbeträge erhalten können

Das ERP sollte sowohl den ursprünglichen Betrag als auch die zugrunde liegende Währung korrekt verarbeiten.

Eine Auszahlung von 50.000 USD sollte nicht lediglich als umgerechneter EUR-Betrag betrachtet werden, wenn das Geld tatsächlich weiterhin in USD gehalten wird.

Gebühren benötigen eigene Buchungslogik

Multi-Currency-Payout-Gebühren sollten separat nachvollziehbar sein.

Nur so lässt sich später bewerten, ob die gewählte Struktur tatsächlich wirtschaftlich sinnvoll ist.

Reporting sollte nicht nur auf die Store Currency schauen

Shopify verwendet weiterhin eine Shop-Währung für viele interne Reports.

Treasury interessiert dagegen möglicherweise

  • Umsatz nach Kundenwährung
  • Balance nach Währung
  • Auszahlung nach Währung
  • Bankbestand nach Währung
  • Kosten nach Währung

Enterprise-Reporting sollte diese Ebenen voneinander unterscheiden.

Moving Primates Perspektive

Bei internationalen Shopify-Projekten wird Multi-Currency häufig zunächst als Frontend-Thema betrachtet. Kunden sollen Preise in ihrer lokalen Währung sehen und bezahlen können. Die komplexere Frage beginnt jedoch nach dem Checkout. Bei größerem Volumen können Auszahlungswährung, Lieferantenkosten und Treasury erheblichen Einfluss auf die tatsächlichen Payment-Kosten haben. Ein häufiger Fehler ist, zusätzliche Auszahlungskonten technisch einzurichten, bevor Finance den gesamten Geldfluss modelliert hat. Sinnvoller ist eine Analyse pro Währung mit Umsatz, laufenden Kosten, Shopify-Gebühren, Bankkosten und erwarteten Umrechnungen. Erst danach sollte entschieden werden, welche Währungen wirklich ein eigenes Auszahlungskonto benötigen.

Technische Implikationen für größere Shops

Payment-Datenmodell wird komplexer

Ein internationaler Shopify-Shop kann nun mehrere relevante Währungsebenen besitzen.

Dazu gehören

Shop-Währung

Kundenwährung

Bestellwährung

Auszahlungswährung

Bankkontowährung

Reporting-Währung

Diese Begriffe sollten in Integrationen nicht vermischt werden.

ERP-Integrationen sollten Payout-Daten berücksichtigen

Viele ERP-Schnittstellen importieren Bestellungen und Refunds, betrachten Shopify-Payouts aber nur eingeschränkt.

Bei mehreren Auszahlungswährungen reicht das häufig nicht mehr.

Finance sollte nachvollziehen können

welche Transaktionen zu einer Auszahlung gehören

in welcher Währung sie ausgezahlt wurden

welche Gebühren abgezogen wurden

auf welches Konto die Auszahlung ging

Automatischer Bankabgleich wird wichtiger

Wenn mehrere Bankkonten eingesetzt werden, steigt die Anzahl möglicher Matching-Szenarien.

Eine saubere Referenzierung zwischen Shopify Payout und Banktransaktion reduziert manuellen Aufwand.

Refunds müssen getestet werden

Bei internationalen Payments sollte auch getestet werden, wie Refunds im jeweiligen Setup verarbeitet werden.

Gerade bei Währungsbewegungen sollte Finance wissen, aus welcher Balance oder Währung eine Rückzahlung wirtschaftlich stammt.

Rollen und Zugriff benötigen Governance

Zusätzliche Bankkonten sind keine reine Commerce-Einstellung.

Änderungen an Auszahlungskonten betreffen Finanzdaten und Liquidität.

Berechtigungen im Shopify Admin sollten deshalb restriktiv vergeben und dokumentiert werden.

Prüfliste vor dem Go-live

  • Nutzt der Shop Shopify Payments
  • Läuft der Shop auf Advanced oder Shopify Plus
  • Welche Fremdwährungen erzeugen tatsächlich relevantes Volumen
  • Welche operativen Kosten entstehen in denselben Währungen
  • Sind geeignete Bankkonten vorhanden
  • Erfüllen die Konten die regionalen Shopify-Anforderungen
  • Sind Shopify-Payout-Gebühren und Bankkosten gemeinsam kalkuliert
  • Kann das ERP mehrere Auszahlungswährungen korrekt verarbeiten
  • Ist das Mapping zwischen Währung und Bankkonto dokumentiert
  • Wurde der gesamte Prozess mit kleinen Testauszahlungen geprüft

Zusammenfassung

  • Shopify hat Multi-Currency Payouts am 11. September 2026 auf Australien und Frankreich ausgeweitet.
  • Australische Händler können Auszahlungen in 13 unterstützten Währungen erhalten.
  • Französische Händler können Auszahlungen in 18 unterstützten Währungen erhalten.
  • Die Funktion steht berechtigten Shops im Advanced- und Shopify-Plus-Plan zur Verfügung.
  • Für jede zusätzliche Auszahlungswährung wird ein geeignetes Bankkonto benötigt.
  • Multi-Currency Payouts können unnötige Währungsumrechnungen vermeiden.
  • Eine Auszahlung ohne Währungsumrechnung ist nicht automatisch gebührenfrei.
  • Shopify erhebt für nicht inländische Auszahlungswährungen eine plan- und regionsabhängige Gebühr.
  • Der größte Nutzen entsteht häufig, wenn Unternehmen Einnahmen und Ausgaben in derselben Fremdwährung haben.
  • Shopify Markets und Multi-Currency Payouts erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
  • ERP, Accounting und Treasury sollten vor der Aktivierung eingebunden werden.
  • Nicht jede unterstützte Währung benötigt automatisch ein eigenes Bankkonto.

Häufige Fragen

Was sind Shopify Multi-Currency Payouts

Multi-Currency Payouts ermöglichen es berechtigten Shopify-Payments-Händlern, Einnahmen in mehreren unterstützten Währungen auf entsprechende Bankkonten auszahlen zu lassen. Dadurch muss eine Zahlung nicht zwingend sofort in die inländische Auszahlungswährung umgerechnet werden.

Welche Pläne unterstützen die Funktion

Die Funktion steht derzeit für berechtigte Händler im Advanced-Plan und bei Shopify Plus zur Verfügung.

Wie viele Währungen unterstützt Shopify in Frankreich

Frankreich unterstützt derzeit insgesamt 18 Auszahlungswährungen einschließlich EUR.

Wie viele Währungen unterstützt Shopify in Australien

Australien unterstützt derzeit insgesamt 13 Auszahlungswährungen einschließlich AUD.

Fallen bei Auszahlungen in Fremdwährungen Gebühren an

Ja. Für Auszahlungen in einer nicht inländischen Währung berechnet Shopify eine Multi-Currency-Payout-Gebühr, deren Höhe von Region und Plan abhängt. Auszahlungen in der inländischen Währung sind von dieser Gebühr ausgenommen.

Sollte jede unterstützte Währung ein eigenes Konto bekommen

Nicht automatisch. Ein eigenes Auszahlungskonto ist vor allem dann sinnvoll zu prüfen, wenn die Währung relevantes Umsatzvolumen erzeugt und gleichzeitig regelmäßig für operative Ausgaben benötigt wird.

Linkliste

Shopify Changelog zu Multi-Currency Payouts in Australien und Frankreich

Multi-currency payouts now available in Australia and France

Die offizielle Ankündigung vom 11. September 2026 mit den neu unterstützten Regionen und Währungen.

Shopify Help Center zu Multi-Currency Payouts

Auszahlungen in mehreren Währungen verwalten

Die zentrale Dokumentation zu Voraussetzungen, Bankkonten, Gebühren und unterstützten Regionen.

Shopify Help Center zu unterstützten Auszahlungswährungen

Unterstützte Währungen für Auszahlungen

Übersicht über inländische und zusätzliche Auszahlungswährungen je Shopify-Payments-Region.

Shopify Payments in Frankreich

Auszahlungen und Abwicklungszeiten in Frankreich

Dokumentiert die aktuell verfügbaren Währungen und zulässigen Bankkonten für französische Händler.

Shopify Payments in Australien

Auszahlungen und Abwicklungszeiten in Australien

Dokumentiert die unterstützten Auszahlungswährungen und Anforderungen für australische Händler.


Shopify Multi-Currency Payouts für internationale Shops