Shopify Change Log

Shopify Varianten unterstützen jetzt mehrere Barcodes

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Felix

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Was Shopify geändert hat

Eine Produktvariante kann jetzt bis zu 20 Barcodes enthalten.

Shopify unterstützt dabei unter anderem folgende Typen

  • UPC
  • EAN
  • ISBN
  • GTIN
  • ASIN
  • Custom

Wird ein standardisierter Barcode-Typ angegeben, prüft Shopify den Wert gegen die entsprechenden Formatregeln. Dadurch können beispielsweise falsche Längen oder ungültige Prüfziffern bereits bei der Eingabe erkannt werden.

Die Codes können direkt auf der Variantenseite im Shopify Admin hinzugefügt, gescannt und entfernt werden. Die Verwaltung ist außerdem über die Shopify App, den Bulk Editor und Produkt-CSV-Dateien möglich.

Was mehrere Barcodes lösen

Ein Produkt kann mehrere reale Identitäten besitzen

Ein typisches Beispiel ist ein Händler, der dasselbe Produkt von mehreren Lieferanten bezieht.

Lieferant A verwendet

4001234567890

Lieferant B verwendet

012345678905

Der Händler selbst besitzt zusätzlich einen internen Code.

Bisher musste entschieden werden, welcher davon im normalen Shopify-Barcodefeld gespeichert wird.

Die restlichen Kennungen landeten häufig in

  • Metafeldern
  • ERP-Systemen
  • PIM-Systemen
  • Tabellen
  • individuellen Apps

Shopify kann diese Kennungen nun direkt an derselben Produktvariante speichern.

Die Variante bleibt dieselbe

Mehrere Barcodes erzeugen keine zusätzlichen Varianten.

Alle hinterlegten Codes identifizieren weiterhin dasselbe ProductVariant Objekt.

Das bedeutet beispielsweise

Schwarzer Sneaker Größe 42

→ Hersteller UPC

→ eigene EAN

→ Marketplace Kennung

→ interner Lagercode

Alle Codes führen auf dieselbe Variante.

Was sich nicht verändert

Der erste Barcode bleibt besonders wichtig

Shopify behandelt den ersten Barcode weiterhin als primären Barcode.

Systeme und Vertriebskanäle, die nur einen einzelnen Barcode unterstützen, erhalten weiterhin diesen ersten Wert.

Die Reihenfolge der Barcodes ist deshalb nicht nur kosmetisch.

Wenn ein Marketplace beispielsweise eine GTIN erwartet, sollte genau geprüft werden, welcher Barcode an erster Stelle steht.

Eine sinnvolle Regel kann sein

Der erste Barcode ist der Identifier, der in bestehenden externen Systemen weiterhin als primärer Code verwendet werden soll.

Bestehende Barcodes müssen nicht migriert werden

Bereits vorhandene Barcodes bleiben bestehen.

Shopify übernimmt den bisherigen Barcode als ersten Eintrag. Für Händler ist deshalb keine manuelle Migration notwendig, nur weil die neue Funktion verfügbar ist.

Nicht jeder Vertriebskanal verwendet automatisch alle Barcodes

Mehrere Codes in Shopify bedeuten nicht automatisch, dass ein Marketplace oder eine App alle 20 Codes verarbeitet.

Shopify weist ausdrücklich darauf hin, dass Vertriebskanäle weiterhin den ersten Barcode verwenden können, wenn dort nur ein Barcode erwartet wird.

Das ist besonders bei Marketplace-, Feed- und ERP-Integrationen wichtig.

Verwaltung im Shopify Admin

Variante öffnen

Im Shopify Admin wird zunächst das gewünschte Produkt und anschließend die betreffende Variante geöffnet.

Dort können der Variante mehrere Barcodes hinzugefügt werden.

Barcode-Typ auswählen

Für standardisierte Produktkennungen sollte der passende Typ verwendet werden.

Zum Beispiel

UPC

EAN

GTIN

ISBN

ASIN

Shopify validiert typisierte Codes gegen das jeweilige Format.

Für eigene interne Kennungen kann ein Custom-Code verwendet werden.

Primären Barcode bewusst festlegen

Der erste Barcode sollte bewusst gewählt werden.

Dieser bleibt relevant für Systeme, die weiterhin nur das klassische einzelne Barcodefeld verwenden.

Bevor die Reihenfolge geändert wird, sollte deshalb geprüft werden

  • welche Marketplaces angebunden sind
  • welche ERP-Schnittstellen den Barcode lesen
  • welche Apps Produktdaten synchronisieren
  • welche Label-Systeme verwendet werden
  • welche Feeds nur einen Barcode unterstützen

Weitere Kennungen ergänzen

Danach können beispielsweise Lieferanten- oder Marketplace-Kennungen hinzugefügt werden.

Eine Variante könnte dann so aufgebaut sein

Primär

EAN

Sekundär

UPC

ASIN

Interner Custom-Code

Shopify verwaltet alle Kennungen innerhalb derselben Variante.

Massenbearbeitung und CSV

Für größere Sortimente wäre eine reine Einzelbearbeitung kaum praktikabel.

Shopify unterstützt mehrere Barcodes deshalb auch im Bulk Editor.

Zusätzlich können die Informationen über den Produkt-CSV-Import und Export verarbeitet werden.

Dafür verwendet Shopify die Spalte

Variant Barcodes

Damit können Barcode-Sets auch bei größeren Produktkatalogen importiert oder exportiert werden.

Für Händler mit zehntausenden Varianten ist das wesentlich interessanter als die manuelle Pflege im Admin.

Shopify POS kann alle zugeordneten Barcodes erkennen

Die Änderung wird besonders relevant in Verbindung mit Shopify POS.

Bereits seit Shopify POS 11.14 können Mitarbeiter Varianten über jeden zugeordneten Barcode suchen oder scannen.

Das bedeutet

Ein Produkt besitzt drei Barcodes.

Barcode A liegt auf der Herstellerverpackung.

Barcode B befindet sich auf dem eigenen Store-Label.

Barcode C stammt von einem anderen Lieferanten.

Wird einer dieser Codes gescannt, kann Shopify POS trotzdem dieselbe Produktvariante finden.

Das reduziert Situationen, in denen Store-Mitarbeiter ein Produkt manuell über SKU oder Namen suchen müssen.

Typischer Retail-Anwendungsfall

Ein Händler verkauft dieselbe Trinkflasche sowohl online als auch in 30 Stores.

Der ursprüngliche Hersteller verwendet einen UPC.

Später wechselt der Händler den Lieferanten. Die neue Charge besitzt eine EAN.

Beide Produkte sind kommerziell identisch und sollen denselben Shopify-Bestand verwenden.

Bisher musste entweder der gespeicherte Barcode geändert oder eine eigene Zuordnung außerhalb von Shopify gepflegt werden.

Jetzt können UPC und EAN derselben Variante zugeordnet werden.

Im Store können beide Verpackungsversionen gescannt werden und führen auf dieselbe Variante.

Mehrere Lieferanten

Auch bei Multi-Supplier-Setups entsteht schnell dasselbe Problem.

Ein Händler bestellt dasselbe Produkt je nach Verfügbarkeit bei unterschiedlichen Distributoren.

Jeder Distributor verwendet möglicherweise einen anderen internen oder externen Code.

Das Commerce-System interessiert jedoch weiterhin

Welches Produkt ist es

Welche Variante ist es

Welcher Bestand gehört dazu

Mehrere Barcodes ermöglichen es, unterschiedliche physische Kennungen mit derselben Commerce-Identität zu verbinden.

Private Label und Herstellerbarcode

Ein weiterer häufiger Fall ist Private Label.

Der Hersteller liefert das Produkt beispielsweise mit einem eigenen UPC.

Der Händler verkauft es unter einer eigenen Marke und verwendet zusätzlich eine eigene EAN.

Beide Kennungen können jetzt an derselben Variante existieren.

Der Händler muss nicht mehr entscheiden, welche Kennung technisch vollständig verloren geht.

Marketplace-Setups

Marketplaces verwenden teilweise eigene oder zusätzliche Produktkennungen.

Shopify nennt ausdrücklich ASIN als unterstützten Barcode-Typ.

Ein Produkt kann deshalb beispielsweise gleichzeitig besitzen

EAN

UPC

ASIN

Für Enterprise-Setups ist allerdings entscheidend, dass nicht automatisch jeder Channel jede Kennung verwendet.

Der erste Barcode bleibt für Systeme relevant, die nur einen Identifier erwarten.

Die Funktion ersetzt deshalb keine saubere Marketplace-Mapping-Logik.

ERP und PIM werden wichtiger

Für größere Shopify-Shops liegt die eigentliche Herausforderung weniger im Hinzufügen des zweiten Barcodes.

Entscheidend ist, welches System für diese Daten verantwortlich ist.

Ein Unternehmen kann beispielsweise folgende Architektur besitzen

PIM

→ Shopify

→ Online Store

→ POS

→ Marketplace

Parallel

ERP

→ Bestand und Fulfillment

Wenn sowohl PIM als auch ERP Barcodes verändern können, muss klar sein, welches System die führende Quelle darstellt.

Andernfalls kann ein Sync beispielsweise einen zusätzlichen Barcode hinzufügen, während ein anderer Sync ihn kurz darauf wieder entfernt.

Eine sinnvolle Datenverantwortung

Für größere Setups sollte dokumentiert werden

Produktstammdaten

PIM

Commerce-Produktmodell

Shopify

Bestand

ERP oder WMS

Barcode-Master

PIM oder ERP

Welche konkrete Aufteilung sinnvoll ist, hängt vom Projekt ab.

Wichtig ist nur, dass nicht mehrere Systeme unabhängig voneinander die vollständige Barcode-Liste überschreiben.

API-Änderung für Apps und Integrationen

Die neue Admin-Funktion hat auch eine relevante technische Seite.

Shopify führt im GraphQL Admin API Modell eine neue barcodes Connection für ProductVariant ein. Darüber kann die vollständige Liste der Barcodes gelesen werden.

Die Funktion ist Bestandteil der API-Version 2026-10.

Stand 21. September 2026 befindet sich diese API-Version noch im Release-Candidate-Status und wird am 1. Oktober 2026 zur stabilen Version. Shopify empfiehlt Release Candidates für Entwicklung und Tests, nicht für den produktiven Einsatz.

Das ist für bestehende Integrationen wichtig.

Das bisherige Barcode-Feld wird deprecated

Bisher haben viele Apps ausschließlich dieses Feld gelesen

ProductVariant.barcode

Shopify hat dieses Feld inzwischen als deprecated markiert. Es funktioniert derzeit weiterhin.

Beim Lesen liefert es weiterhin den ersten Barcode der Variante.

Eine bestehende Integration kann deshalb zunächst weiter funktionieren, obwohl eine Variante inzwischen beispielsweise fünf Barcodes besitzt.

Genau darin liegt allerdings auch ein Risiko.

Das Risiko stiller Datenverluste

Angenommen eine Variante besitzt

EAN A

UPC B

ASIN C

Eine alte ERP-Integration liest weiterhin ausschließlich das klassische barcode Feld.

Sie erhält dann nur

EAN A

Technisch entsteht kein Fehler.

Die Integration weiß jedoch auch nicht, dass noch zwei weitere Barcodes vorhanden sind.

Shopify bezeichnet dieses Problem in der Developer-Dokumentation ausdrücklich als potenzielle stille Verkürzung der Daten. Apps, die Barcodes beispielsweise an ERP, Marketplace, POS oder Lieferanten-Feeds weitergeben, sollten deshalb auf die neue barcodes Struktur vorbereitet werden.

Schreiben von Barcodes über die API

Auch beim Schreiben ändert sich die Logik.

Die vollständige Barcode-Liste kann unter anderem über entsprechende Variant-Mutations verwaltet werden.

Dabei gibt es eine wichtige Besonderheit.

Wird die neue barcodes Eingabe verwendet, ersetzt Shopify damit die vollständige Barcode-Liste der betreffenden Variante.

Eine Integration sollte deshalb nicht nur den neuen Barcode senden.

Sie muss auch alle bestehenden Barcodes mitsenden, die erhalten bleiben sollen.

Vereinfacht

Bestehend

EAN A

UPC B

Neue Integration möchte

ASIN C hinzufügen

Falsch wäre sinngemäß nur

ASIN C senden

Wenn die vollständige barcodes Liste ersetzt wird, müssen stattdessen alle gewünschten Werte enthalten sein.

EAN A

UPC B

ASIN C

Das ist für Sync-Architekturen ein wichtiger Unterschied.

Klassisches und neues Feld nicht gleichzeitig schreiben

Shopify dokumentiert außerdem, dass eine einzelne Varianteneingabe nicht gleichzeitig barcode und barcodes setzen kann.

Integrationen sollten deshalb einen klaren Migrationspfad besitzen.

Entweder wird vorerst mit dem klassischen Feld gearbeitet oder die neue Multi-Barcode-Struktur verwendet.

Ein Mischbetrieb innerhalb derselben Änderung ist nicht vorgesehen.

Barcode-Suche wird leistungsfähiger

Die Produktsuche über den Barcode-Filter kann inzwischen jede zugeordnete Kennung einer Variante berücksichtigen.

Dadurch wird ein wichtiger Enterprise-Anwendungsfall möglich.

Ein externes System kennt nur den Barcode eines Lieferanten.

Shopify besitzt denselben Barcode lediglich als sekundären Identifier.

Eine Suche kann trotzdem die passende Variante finden.

Das kann Integrationen vereinfachen, die Produkte zunächst anhand eingehender Identifikatoren zuordnen müssen.

Barcode ist nicht dasselbe wie SKU

Auch mit mehreren Barcodes sollte die Rolle verschiedener Identifier sauber getrennt bleiben.

Eine SKU ist häufig eine interne kommerzielle Kennung.

Ein Barcode ist primär eine maschinenlesbare Produktidentifikation.

Beide können zwar verwendet werden, um eine Variante zu finden, erfüllen jedoch unterschiedliche Funktionen.

Eine sinnvolle Struktur könnte beispielsweise sein

SKU

SHOE-BLK-42

EAN

4001234567890

UPC

012345678905

ASIN

B0EXAMPLE

Der Vorteil der neuen Funktion besteht darin, dass diese verschiedenen externen Produktkennungen nicht mehr künstlich in ein einzelnes Feld gepresst werden müssen.

Wann die Funktion besonders sinnvoll ist

Händler mit stationären Stores

Retail ist wahrscheinlich der offensichtlichste Anwendungsfall.

Wenn unterschiedliche Verpackungen oder Lieferanten unterschiedliche Codes verwenden, kann das Store-Personal trotzdem dieselbe Variante scannen.

Händler mit mehreren Lieferanten

Produkte können unabhängig vom jeweiligen Lieferanten denselben Shopify-Produktdatensatz verwenden.

Marketplace-Händler

Zusätzliche Produktkennungen können zentraler in Shopify gehalten werden.

Dabei muss weiterhin geprüft werden, welche Kennung der jeweilige Channel tatsächlich verwendet.

Händler mit PIM oder ERP

Unternehmen können ihr Produktdatenmodell näher an die Realität anpassen und mehrere Identifikatoren pro Variante synchronisieren.

Unternehmen mit historisch gewachsenen Katalogen

Über Jahre können unterschiedliche Barcode-Schemata entstanden sein.

Das neue Modell ermöglicht eine schrittweise Konsolidierung, ohne zwangsläufig alte Codes sofort entfernen zu müssen.

Wann mehrere Barcodes keine Lösung sind

Unterschiedliche Produkte sollten nicht zusammengeführt werden

Nur weil zwei Produkte ähnlich aussehen, sollten ihre Barcodes nicht derselben Variante zugeordnet werden.

Mehrere Barcodes sind für mehrere Kennungen desselben Produkts gedacht.

Nicht für mehrere unterschiedliche Produkte.

Barcodes ersetzen keine Varianten

Größe 42 und Größe 43 bleiben unterschiedliche Varianten.

Ihre Barcodes sollten deshalb ebenfalls den jeweiligen Varianten zugeordnet werden.

Barcodes ersetzen keine Produktdaten-Governance

Zwanzig mögliche Barcodes bedeuten nicht, dass zwanzig Codes ohne Struktur gespeichert werden sollten.

Es sollte nachvollziehbar sein

  • woher ein Barcode stammt
  • welchem Standard er entspricht
  • welcher Barcode primär ist
  • welches System ihn pflegt
  • welche Systeme ihn verwenden

Typische Fehler

Reihenfolge der Barcodes ignorieren

Der erste Barcode bleibt für ältere Systeme und bestimmte Channels relevant.

Ein versehentliches Umsortieren kann deshalb Auswirkungen auf bestehende Integrationen haben.

Alle Apps automatisch als kompatibel betrachten

Nur weil Shopify mehrere Barcodes unterstützt, bedeutet das nicht, dass jede installierte App die neue Struktur bereits verarbeitet.

Apps können weiterhin nur den ersten Barcode lesen.

ERP-Sync überschreibt die vollständige Liste

Wenn eine Integration die neue barcodes Eingabe verwendet, kann die vollständige Liste ersetzt werden.

Der Sync muss vorhandene Werte deshalb berücksichtigen.

Primärbarcode ohne Tests ändern

Vor einer Änderung des ersten Barcodes sollten Marketplaces, Feeds, POS, ERP und weitere Produktintegrationen getestet werden.

Eigene Kennungen fälschlich als standardisierten Typ speichern

Ein interner Code sollte nicht als EAN oder GTIN bezeichnet werden, wenn er dem entsprechenden Standard nicht entspricht.

Shopify validiert typisierte Barcodes gegen deren Regeln.

Moving Primates Perspektive
Mehrere Barcodes wirken zunächst wie eine kleine Verbesserung im Produkt-Admin. In Enterprise-Projekten liegt die größere Auswirkung jedoch in den Integrationen. Viele bestehende ERP-, PIM- und Marketplace-Schnittstellen gehen seit Jahren davon aus, dass eine Shopify-Variante genau einen Barcode besitzt. Diese Systeme funktionieren zunächst weiter, sehen aber möglicherweise nur den primären Wert. Genau das macht die Änderung leicht zu übersehen. Vor einer breiten Nutzung sollte deshalb geklärt werden, welches System Barcode-Daten verantwortet, welche Schnittstellen mehrere Werte unterstützen und welcher Code an erster Position bleiben muss. Erst danach sollte der Produktkatalog systematisch erweitert werden.

Technische Implikationen für größere Shops

Das Produktmodell wird realistischer

Bisher sah die vereinfachte Struktur häufig so aus

Produkt

→ Variante

→ ein Barcode

Jetzt kann sie so aussehen

Produkt

→ Variante

→ primärer Barcode

→ Lieferantenbarcode

→ Marketplace-ID

→ interner Barcode

Das bildet physische Produktprozesse wesentlich realistischer ab.

Integrationen müssen Listen statt Einzelwerte verstehen

Das ist wahrscheinlich die wichtigste technische Änderung.

Aus

barcode

wird konzeptionell

barcodes[]

Eine Integration muss deshalb entscheiden

  • liest sie nur den primären Barcode
  • liest sie alle Barcodes
  • welche Typen benötigt sie
  • darf sie die Liste verändern
  • wie verhindert sie das Löschen fremder Codes

API-Version 2026-10 sollte vorbereitet werden

Die vollständige neue GraphQL-Struktur befindet sich aktuell in API-Version 2026-10.

Diese ist bis 1. Oktober 2026 noch Release Candidate.

Entwicklungsteams können die Integration bereits testen und auf die stabile Veröffentlichung vorbereiten.

Für produktive Anwendungen sollte Shopify zufolge weiterhin die jeweils aktuelle stabile API-Version verwendet werden.

Legacy-Feld benötigt einen Migrationsplan

Das klassische ProductVariant.barcode Feld ist deprecated, funktioniert aber weiterhin.

Dadurch besteht kein unmittelbarer Zwang zur Migration.

Für langfristig gepflegte Apps sollte trotzdem geplant werden, wie die vollständige Barcode-Liste unterstützt wird.

Shopify hat noch kein finales Entferndatum genannt und kündigt an, dieses mit ausreichendem API-Vorlauf separat bekannt zu geben.

POS sollte Teil des Tests sein

Shopify POS 11.14 kann bereits jeden verbundenen Barcode zum Auffinden der Variante verwenden.

Retail-Händler sollten deshalb nicht nur den Admin testen.

Ein realistischer Test sollte echte Scanner, Verpackungen und verschiedene Store-Situationen einbeziehen.

Prüfliste vor dem Go-live

  • Ist definiert, welches System die Barcode-Stammdaten verwaltet
  • Ist entschieden, welcher Barcode pro Variante an erster Stelle stehen soll
  • Sind ERP- und PIM-Integrationen auf mehrere Barcodes geprüft
  • Sind Marketplace-Feeds auf ihre Barcode-Logik geprüft
  • Sind installierte Apps auf Kompatibilität kontrolliert
  • Werden standardisierte Barcode-Typen korrekt verwendet
  • Sind CSV-Importe mit mehreren Barcodes getestet
  • Wurde Shopify POS mit allen relevanten Codes getestet
  • Ist geprüft, ob bestehende Integrationen nur das alte barcode Feld lesen
  • Ist ein Migrationsplan für die neue GraphQL-Struktur vorbereitet

Zusammenfassung

  • Shopify unterstützt seit dem 8. September 2026 bis zu 20 Barcodes pro Produktvariante.
  • Unterstützte Typen umfassen unter anderem UPC, EAN, ISBN, GTIN und ASIN.
  • Standardisierte Barcodes werden gegen ihre Formatregeln validiert.
  • Eigene interne Codes können ebenfalls gespeichert werden.
  • Der erste Barcode bleibt der primäre Wert für Systeme, die nur einen Barcode unterstützen.
  • Bestehende Barcodes bleiben erhalten und müssen nicht migriert werden.
  • Bulk Editor und Produkt-CSV unterstützen die neue Struktur.
  • Shopify POS 11.14 kann Varianten anhand aller zugeordneten Barcodes finden.
  • Die GraphQL Admin API erhält mit Version 2026-10 eine vollständige barcodes Struktur.
  • API-Version 2026-10 befindet sich derzeit noch im Release-Candidate-Status.
  • Das bisherige einzelne barcode Feld ist deprecated, funktioniert aber weiterhin.
  • Enterprise-Shops sollten vor der Nutzung vor allem ERP-, PIM-, Marketplace- und POS-Integrationen prüfen.

Häufige Fragen

Wie viele Barcodes kann eine Shopify-Variante haben

Eine Produktvariante unterstützt bis zu 20 Barcodes. Jeder Barcode kann zusätzlich einen Barcode-Typ besitzen.

Welche Barcode-Typen unterstützt Shopify

Shopify unterstützt unter anderem UPC, EAN, ISBN, GTIN und ASIN. Für nicht standardisierte interne Kennungen können außerdem eigene Werte verwendet werden.

Welchen Barcode verwenden Vertriebskanäle

Wenn ein Vertriebskanal nur einen einzelnen Barcode erwartet, verwendet Shopify weiterhin den ersten Barcode der Variante. Deshalb sollte dessen Position bewusst verwaltet werden.

Kann Shopify POS jeden Barcode scannen

Shopify POS ab Version 11.14 kann eine Variante über die ihr zugeordneten Barcodes finden. Die zusätzlichen Codes müssen vorher an der Variante hinterlegt worden sein.

Müssen bestehende Barcodes migriert werden

Nein. Bestehende Barcode-Werte bleiben erhalten und werden weiterhin als primärer Barcode verwendet.

Müssen eigene Apps angepasst werden

Nicht sofort. Das bestehende ProductVariant.barcode Feld funktioniert weiterhin, liefert jedoch nur den primären Barcode. Apps, die die vollständige Barcode-Liste benötigen, sollten die neue GraphQL-Struktur aus API-Version 2026-10 einplanen.

Linkliste

Shopify Changelog zu mehreren Barcodes

Product variants now support multiple barcodes

Die offizielle Ankündigung vom 8. September 2026 zur neuen Multi-Barcode-Funktion.

Shopify Changelog zur Barcode-Suche in POS

Scan and search variants with multiple barcodes

Beschreibt die Unterstützung mehrerer Barcodes in Shopify POS 11.14.

Shopify Developer Changelog

Variants now support multiple barcodes

Die technische Dokumentation zur neuen barcodes Struktur, zur Deprecation des bisherigen Barcode-Felds und zur Migration von Integrationen.

GraphQL Admin API

ProductVariantBarcode Dokumentation

Dokumentiert Barcode-Wert, Barcode-Typ und die Begrenzung auf bis zu 20 Barcodes pro Variante.

Shopify API Versionierung

Shopify API Versioning

Erklärt den aktuellen Release-Candidate-Status von API-Version 2026-10 und den geplanten Stable-Release am 1. Oktober 2026.


Shopify Varianten unterstützen jetzt mehrere Barcodes